Georgia: Anna

Abitur und was dann? Die Frage stellte ich mir lange. In Deutschland anfangen zu studieren wollte ich nicht, da ich noch nicht genau wusste, in welche Richtung es gehen sollte. Durch eine Freundin bin ich eigentlich erst an Go Campus gekommen, da es ihr relativ ähnlich ging. Was ich sehr toll fand,  dass ich erstmal die Möglichkeit hatte, verschiedene Fächer in Amerika auszuprobieren, um zu sehen, was mir gefällt und was ich mir später vorstellen kann. Als ich in der zehnten Klasse war, war ich für fünf Monate in Kanada und hatte eine unglaubliche Zeit dort. Deswegen habe ich mich dann sehr gefreut, als ich die Zusage von Go Campus bekam.  Danach ging es los mit Formularen ausfüllen, einem Lebenslauf schreiben, sowie einem Motivationsschreiben. Nach ein paar Wochen schon habe ich die Uni-Angebote bekommen.  Dann ging es an die Entscheidung. Da es mir relativ egal war, wo es hinging und ich viele sehr unterschiedliche Angebote hatte, habe ich nach den Angeboten, aber auch nach dem Aussehen des Campus entschieden.

Dann ging alles ziemlich schnell und schon landete ich mit zwei voll gepackten Koffern in Atlanta. Dort wurde schon auf mich gewartet und nachdem alle anderen International Students da waren, sind wir zum Campus gefahren. Die nächsten Tage hatten wir Orientation Week, wo wir vieles über das College, Leben auf dem Campus und über die anderen Internationals gelernt haben. Erst am Wochenende sind dann meine Roommates eingezogen. Ich wohne in einem Apartment mit sieben anderen Mädels, obwohl mittlerweile drei ausgezogen sind, da sie ihr eigenes Zimmer haben wollten. Zuvor war ich sehr aufgeregt, da ich nur die Namen der anderen kannte, aber sie noch nie gesehen hatte. Schon nach ein paar Tagen hat man sich super gut verstanden und sich sehr wohl gefühlt. An das Leben im Apartment gewöhnt man sich schnell. Natürlich gibt es zwischendurch auch Probleme, wenn man manche ihr Geschirr nicht waschen oder immer alles liegen lassen. Daran gewöhnt man sich aber auch und das Wichtigste ist, die Probleme sofort anzusprechen.

Im ersten Semester hatte ich English, Psychology, Sociology, Education und Economics. Mit allen meinen Kursen war ich sehr zufrieden.  Die Kurse sind nicht sonderlich groß, was mir persönlich gut gefällt. Die Lehrer sind alle sehr nett und hilfsbereit. Sie haben volles Verständnis, wenn man nicht alles von Anfang an versteht. Man kann immer zu ihnen gehen, wenn man Fragen hat und sie sind sehr interessiert an einem. Da man aber nicht viel Unterricht hat, muss man relativ viel zu Hause erledigen. Aber solange man seine Aufgaben macht und zum Unterricht kommt, bekommt man auch ganz gute Noten.  

In der Freizeit gibt es verschiedene Sachen, die man machen kann. Direkt neben dem Campus haben wir ein großes Fitnessstudio mit vielen Geräten, Fußball – und Basketballplätzen, einem Indoor und Outdoor Schwimmbad, einer Kletterwand und vielen anderen Sachen. Sonst gibt es generell viele Angebote am Campus wie verschiedene Clubs, denen man beitreten kann oder unterschiedliche Sportteams.

Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, hier nach Georgia zu kommen. Ich habe schon sehr viel gelernt, erlebt, gesehen und freue mich auf die weiteren Monate. Es ist eine tolle Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.